MDG-News

Täglich gibt es weltweit Nachrichten zu den Millennium-Entwicklungszielen und deren Fortschritte. Hier finden Sie eine Auswahl an Informationen zu den MDGs und insbesondere deren Fortentwicklung auf lokaler Ebene.



Anwenderleitfaden für Kommunen


Die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. (FEST) in Heidelberg hat im Auftrag der Stadt Bonn ein kommunales Indikatorensystem entwickelt, aus dem erkennbar wird, ob und inwieweit eine Kommune zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDG) beitragen kann.

Mit dem jetzt erschienenen Anwenderleitfaden „Indikatoren zu den Millenniumsentwicklungszielen (Millennium Development Goals) für Kommunen“ soll es auch anderen Kommunen möglich sein, das Indikatorensystem einzusetzen.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung.



MDGs in Gefahr?

Der weltweite Rückgang der Entwicklungshilfe gefährdet die Verwirklichung der Millenniumsentwicklungsziele. Dies geht aus dem "Millennium Development Goals Report 2013" hervor, der Anfang Juli diesen Jahres in New York und Genf vorgestellt wurde.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief alle Staaten dazu auf "die Anstrengungen zu erhöhen, um eine gerechtere, sicherere und nachhaltigere Zukunft für alle zu schaffen".

Zwar sei das Leben von Millionen von Menschen durch das Erreichen einiger Ziele verbessert worden. Bemerkenswerter Fortschritt in anderen Bereich bedeute aber auch, dass mehr Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) bis 2015 verwirklicht werden könnten, heißt es in dem Bericht.

Der weltweite Fokus müsse sich auf Ungleichheiten konzentrieren, empfiehlt der Bericht. So sei der Fortschritt beim Erzielen der acht MDGs unterschiedlich. Nicht nur zwischen Regionen und Ländern, sondern auch zwischen Bevölkerungsgruppen innerhalb der Länder. Menschen, die in Armut oder in ländlichen Gebieten leben, seien weiterhin einem unfairen Nachteil ausgesetzt. So wurden nur 53 Prozent der Geburten in ländlichen Gebieten von medizinischem Fachpersonal begleitet. Demgegenüber stehen 84 Prozent in städtischen Gebieten. 83 Prozent der Bevölkerung, die keinen Zugang zu einer verbesserten Trinkwasserquelle haben, leben in ländlichen Gemeinden.

Die Verwirklichung der MDGs ist durch weniger Hilfsgelder insgesamt betroffen. Dabei sind die ärmsten Länder am härtesten betroffen. Im globalen Durchschnitt seien 2012 die Netto-Transfers an die Entwicklungsländer im Vergleich zu 2011 um vier Prozent auf 126 Milliarden Dollar gesunken. Im Jahr 2012 sei die bilaterale Hilfe für die am wenigsten entwickelten Länder um 26 Milliarden US-Dollar (13 Prozent) gesunken.

Bis zur Deadline 2015 werden die Regierungen der Welt lediglich vier der 21 Unterpunkte der Millenniumsentwicklungsziele erfüllen. Dies erklärte der Autor des aktuellen Monitoring-Berichts der Weltbank Mitte Mai. Die derzeitigen Bemühungen seien nicht ausreichend, um die acht MDGs zu erfüllen. Dies berichten die Vereinten Nationen im "UN World Economic and Social Survey 2013". Ohne neue Ideen, die sich mit der rasch zunehmenden Urbanisierung befassen, könne die Zahl der Menschen, die in Slums ohne Zugang zu grundlegender Infrastruktur und Diensten wie sanitäre Anlagen, Strom und Gesundheitsversorgung leben, von derzeit einer Milliarde auf drei Milliarden im Jahr 2050 ansteigen.

Quelle: EurActiv



EU-Mitteilung zur dezentralen Entwicklungszusammenarbeit

Die Europäische Kommission will die Zusammenarbeit zwischen den kommunalen und regionalen Ebenen in der Europäischen Union und in ihren Partnerländern stärken. In ihrer am 15. Mai 2013 vorgelegten Mitteilung "Stärkung der Gestaltungsmacht der lokalen Behörden in den Partnerländern mit Blick auf eine verbesserte Regierungsführung und wirksamere Entwicklungsergebnisse" bezeichnet die Kommission die kommunalen und regionalen Gebietskörperschaften in den EU-Partnerländern als wichtige Akteure in der Entwicklungspolitik, insbesondere im Hinblick auf ihre Beiträge für die Qualität von Good Governance und bei der nachhaltigen Entwicklung. Die Mitteilung wurde von PLATFORMA, dem Zusammenschluss von regionalen und lokalen entwicklungspolitischen Akteuren in Europa, begrüßt. Sie unterstütze die dezentrale Entwicklungspolitik und somit die Rolle regionaler und lokaler Akteure sowohl in den Partnerländern als auch in der EU.

 

Hier gelangen Sie zur Mitteilung.
 



Faires Handeln in die Tat umsetzen

Stuttgarter „Fair Handeln“ bietet vom 11. bis 14. April ein hochkarätiges Rahmenprogramm – Messe wird als UN-Projekt ausgezeichnet 

Vielseitig, attraktiv und hochkarätig ist das Rahmenprogramm der diesjährigen Fach- und Verbrauchermesse „Fair Handeln“ vom 11. bis 14. April auf der Messe Stuttgart. So ist die Messe nicht allein eine Plattform für Fachleute, sondern auch Lernort für unterschiedliche Zielgruppen, wie Familien, Kinder, Jugendliche und Schüler sowie Kommunen. Am Donnerstag, 11. April, steht nicht nur die Eröffnung um 15.30 Uhr mit Peter Friedrich, Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten des Landes Baden-Württemberg, und Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel auf dem Programm. Der Donnertag ist auch Fachtag für die Fair Trade-Branche und das Fachpublikum. Am Freitag, 12. April, folgt der Schultag für Schüler, Kinder und Jugendliche sowie der Fachtag für Kommunen. Am Samstag, 13. April, bietet die Messe den Rahmen für die erste Entwicklungspolitische Landeskonferenz.

Für das Fachpublikum werden am Donnerstag zahlreiche Veranstaltungen geboten. Darunter ist ein Vortrag des Präsidenten der World Fair Trade Organization (WFTO) Rudi Dalvai zum Thema „Die Metamorphose des Fairen Handels und die daraus resultierenden neuen Strategien der globalen Fair Trade Bewegung“. Zum Abschluss der Eröffnungsveranstaltung wird aus Anlass des zehnjährigen Bestehens des Wettbewerbs „Hauptstadt des Fairen Handels“ der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt ein neues Element des Wettbewerbs präsentiert. Ausgezeichnet werden jährlich Städte und Gemeinden in Deutschland, die sich besonders für den Fairen Handel einsetzen. Am Abend können die Besucher dann in die Nacht der Sinne eintauchen, mit Verkostungen exklusiver Produkte aus Fairem Handel und der Musikgruppe DIVERSITÉ mit einer authentischen Mischung aus Soul, afrikanischem Rumba, Afro-Beat und Jazz.  

 

 Die gesamte Pressemitteilung finden Sie hier.



Die Zeit läuft: Materialien zur Bewerbung der Millenniumsentwicklungsziele


 

 

Im Rahmen des Projekts hat das Klima-Bündnis Materialien - eine Postkarte und einen Schreibblock zur Bewerbung der MDGs produzieren lassen.

 

Kommunen können diese Give-aways für Ihre lokalen Veranstaltungen nutzen.

 

Bestelllungen und weitere Informationen:

Silke Lunnebach

Klima-Bündnis

Telefon: 069 71 71 39-32

 



Kommunen in Europa unterstützen die Millenniumentwicklungsziele der UN

Workshop zu den Millenniumzielen mit Gästen aus Großbritannien,
Ungarn und Österreich
Oberbürgermeister Jann Jakobs wird am Montag, den 18. Juni, internationale Gäste aus
Großbritannien, Ungarn und Österreich, sowie weitere Gäste aus der Partnerstadt Bonn und
des Klimabündnis zu einem zweitägigen Workshop zu den Millenniumzielen in der
Landeshauptstadt begrüßen.
Innerhalb eines EU-Projektes zu den Millenniumzielen engagiert sich die Landeshauptstadt
Potsdam zum Thema ökologische Nachhaltigkeit und dabei speziell den Themenbereich
Klimaschutz und Entwicklungsländer bzw. Entwicklungspartnerschaften.
Oberbürgermeister Jann Jakobs sagt: „Wir wenden besondere Mühe auf, die Bürger auf
unserem Weg in eine nachhaltige lebenswerte Zukunft mitzunehmen, erst letzte Woche
haben wir erstmals in Potsdam wertvolle Klimaideen von Bürgern und Schulen mit dem
Potsdamer Klimapreis honoriert. In einem Projekt haben sich bereits Grundschüler mit den
Müllproblemen in Sansibar beschäftigt.“
Der Workshop findet vom 18.06. (ab 10:00 Uhr) bis zum 19.06.2012 in den Räumen der
URANIA Potsdam, Gutenbergstraße 72, statt. Es werden Vorträge des Potsdam-Instituts für
Klimafolgenforschung zu den Folgen des Klimawandels in Europa und den
Entwicklungsländern gehalten und die Aktivitäten der Landeshauptstadt Potsdam in
Sansibar, sowie die Arbeiten der Projektpartner gezeigt. Interessierte Bürgerinnen und
Bürger sind herzlich willkommen. 



Internationale Jahreskonferenz des Klima-Bündnis e.V.


Zum zweiten Mal bietet das Klima-Bündnis auf seiner internationalen Jahrestagung die Möglichkeit an, einen Projektworkshop durchzuführen. 

Der thematische Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Strategien im Umgang mit den immer knapper werdenden Ressourcen in Zeiten des Klimawandels.Wir möchten mit Ihnen die Rolle der Kommunen - gerade auch im Hinblick auf die Millenniumsentwicklungsziele diskutieren.

Wir freuen uns sehr, dass einer der Hauptredner, Alberto Acosta aus Ecuador, an unserem Workshop teilnehmen wird. Neben ihm erwarten wir Veronika Kiss CEEWeb, die uns die "Resource Cap Coalition" und ihre Arbeit in Ungarn vorstellen wird, Edwin Vásquez, Präsident der COICA - unserer indigenen Partnerorganisation und Silvia Hesse, Leiterin des Agenda21-Büros der Landeshauptstadt Hannover.

Das vollständige Programm der Konferenz finden Sie hier

Weitere Informationen zur Konferenz



Übergewicht fordert mehr Tote als Unterernährung

UN-Sonderbericht für Ernährung

 

Vor dem UN-Menschenrechtsrat legte Olivier de Schutter, Sonderberichterstatter für Ernährung, seinen Bericht vor. Darin wird herausgestellt, dass das Recht auf Nahrung nicht nur das Recht nicht zu hungern beinhaltet. Dazu gehört vielmehr auch eine ausreichende Versorgung mit den notwendigen Nährstoffen und die Möglichkeiten und Mittel sich selbständig die eigene Ernährung zu garantieren.

 

Während in vielen Ländern der Hunger ein scheinbar unüberwindbares Problem ist, essen die Menschen in den meisten Industriestaaten viel zu viel und zugleich zu Ungesundes essen. Nach de Schutter leiden rund eine Milliarde Menschen Hunger, etwa 1,4 Milliarden sind übergewichtig durch falsche Ernährung. Übergewicht und Fettleibigkeit sind demnach eine häufigere Todesursache als Unterernährung.

 

„Die vorhandenen Ernährungssysteme haben versagt den Hunger zu bekämpfen, gleichzeitig fördern sie Ernährungsgewohnheiten, die Übergewicht und Fettleibigkeit förden, die weltweit zu mehr Toten führen als Unterernährung.“

 

Deshalb wir in dem Bericht auch gefordert, Massnahmen das Subventionssystem der aktuellen Agrarindustrie zu ändern. Durch die aktuelle Subventionspolitik werden ungesunde Ernährungsweisen unterstützt.

Zwischen 1961 und 2009 ist die Produktion von Früchten und Gemüse um 332 % gestiegen, während ölhaltige Pflanzen (z.B. Soja) um 610 % und die Fleischproduktion um 332 % gestiegen ist.

 

Die Steuerpolitik sowie die Subventionspolitik sind wichtige Hebel, um die Förderung ungesunder Nahrungsmittel und Lebensstile zu stoppen.

 

Den gesamten Bericht finden Sie hier.

 



Fairer Handel in Österreich

Klima-Bündnis Österreich hat eine Zeitschrift herausgegeben mit dem Schwerpunktthema Fairer-Handel. Darin ein Bericht über das Projekttreffen in Oxford im November 2011 und ein Interview mit dem Leiter des EU-Projektes Herrn Stefan Wagner von der Stadt Bonn.

Die Zeitschrift können Sie hier herunterladen.



Bremen ist "Hauptstadt des Fairen Handels 2011"

Der Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels 2011“ ist entschieden.

An der fünften Ausschreibung beteiligten sich 62 Kommunen, die insgesamt 851 Projekte einreichten. Gewonnen hat die Freie Hansestadt Bremen; den zweiten Preis erhielt die Landeshauptstadt Saarbrücken. Die zwei dritten Preise gingen an die Landeshauptstadt Hannover und die Stadt Heidelberg. Über den vierten Platz darf sich die Große Kreisstadt Neumarkt i.d.OPf. freuen.

Herzlichen Glückwunsch an  alle Kommunen! 

Weitere Informationen





Kommunen in Deutschland und die Millenniumsziele

Bis heute haben 47 deutschen Kommunen, die die Millenniumerklärung des Deutschen Städtetags (DST), des Rates der Regionen und Geminden Europas (RGRE) und des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (DStGB) unterzeichnet haben.

Bei der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt erfahren Sie wer und wo sie sind.

Landkarte zu MDG-Kommunen